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Vollzug Obwalden

Der Kanton Obwalden verfügt über kein eigentliches Energiegesetz. Basierend auf dem Baugesetz (Art. 49 Energieverwendung) gibt es die Ausführungsbestimmungen über die Energieverwendung im Gebäudebereich.

 

Der Obwaldner Regierungsrat hat, gemäss Publikation im Obwaldner Amtsblatt vom 16. Februar 2017, die Einführung der „Ausführungsbestimmungen über die Energieverwendung im Gebäudebereich“ (GDB 710.112) und die Einführung der MuKEn 2014 per 1. Januar 2018 beschlossen. 

 

Medienmitteilung

Nachweisformulare (MuKEn 2014)         gültig ab 1. Januar 2018

Planungshilfen

Norm SIA 380/1 «Heizwärmebedarf», Ausgabe 2016

Die SIA 380/1 (Ausgabe 2016) ist per 1.1.2016 in Kraft gesetzt worden. Mit der neuen Ausgabe ändern sich neben dem Berechnungsverfahren auch die Grenzwerte. Für den Energienachweis im Baubewilligungsverfahren sind die gesetzlichen Grundlagen der Kantone massgebend. Für die Kantone der Zentralschweiz gelten die nachfolgenden Bestimmungen:

 

  • Die Anwendung der Norm SIA 380/1 (Ausgabe 2009) ist für den Nachweis des Wärmeschutzes von Gebäuden und für den Nachweis energetischer Massnahmen über den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie weiterhin zulässig.
  • Die Anwendung der Norm SIA 380/1 (Ausgabe 2016) ergibt in der Regel leicht schärfere Anforderungen als mit der Norm 380/1 (Ausgabe 2009) und kann deshalb auch verwendet werden. Eine Vermischung der Rechenwerte 2016 und Grenzwerte 2009 ist aber nicht zulässig. Für den Nachweis energetischer Massnahmen (Energienachweis) über den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie ist EN-1 und für den winterlichen Wärmeschutz ist EN-2 zu verwenden.
  • Die Einführung der SIA 380/1 (Ausgabe 2016) erfolgt gekoppelt mit der Umsetzung der MuKEn 2014 mit der Weiterentwicklung der kantonalen Energievorschriften. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt auch die Umstellung auf die EN-Vollzugshilfen/Formulare mit dreistelliger Nummerierung (EN-101, EN-102, etc.).

Umsetzungsfahrplan SIA 380/1 und Minergie

Faktenblatt SIA 380-/1

Provisorisches Minergie-Zertifikat für Wärmeschutznachweis

Das provisorische Minergie-Zertifikat ersetzt bei reinen Wohnbauten den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, sofern das Zertifikat rechtzeitig vorliegt. Reine Wohnbauten sind in der Regel Ein- oder Mehrfamilienhäuser (Gebäudekategorien I und II nach SIA 380/1).



Ersetzt das Minergie-Zertifikat den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, ist der Gemeinde eine Kopie der Minergie-Gesuchsunterlagen zu senden. Wenn der Gemeinde spätestens bei der Schnurgerüstabnahme kein geprüfter Wärmeschutznachweis vorliegt (bzw. ein provisorisches Minergie-Zertifikat), kann die Gemeinde einen Baustopp veranlassen.

Fachinformation zur Minergie

MuKEn - Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich

Die MuKEn bilden die Grundlage für die Harmonisierung der Energievorschriften der Kantone. Diese sind durch die Kantone gemeinsam erarbeitet worden und durch die Energiedirektorenkonferenz beschlossen worden.

 

Die Mustervorschriften der Kantone