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Vollzug Luzern

Die Energievorschriften des Kantons Luzern basieren auf der MuKEn 2008. 

 

In der Botschaft vom 23. Mai 2017 beantragt der Regierungsrat eine Totalrevision des Energiegesetzes. Mit dieser ist vorgesehen, die Inhalte der MuKEn 2014 in kantonales Recht zu übernehmen. Die Inkraftsetzung der neuen Vorschriften ist ab Mitte 2018 zu erwarten.


Abweichend zu der MuKEn 2008 ist für die Beheizung von Freiluftbädern der Einsatz von Wärmepumpen nicht zulässig.

 

Nachweisformulare (MuKEn 2008)        

Planungshilfen

Norm SIA 380/1 «Heizwärmebedarf», Ausgabe 2016

Die SIA 380/1 (Ausgabe 2016) ist per 1.1.2016 in Kraft gesetzt worden. Mit der neuen Ausgabe ändern sich neben dem Berechnungsverfahren auch die Grenzwerte. Für den Energienachweis im Baubewilligungsverfahren sind die gesetzlichen Grundlagen der Kantone massgebend. Für die Kantone der Zentralschweiz gelten die nachfolgenden Bestimmungen:

 

  • Die Anwendung der Norm SIA 380/1 (Ausgabe 2009) ist für den Nachweis des Wärmeschutzes von Gebäuden und für den Nachweis energetischer Massnahmen über den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie weiterhin zulässig.
  • Die Anwendung der Norm SIA 380/1 (Ausgabe 2016) ergibt in der Regel leicht schärfere Anforderungen als mit der Norm 380/1 (Ausgabe 2009) und kann deshalb auch verwendet werden. Eine Vermischung der Rechenwerte 2016 und Grenzwerte 2009 ist aber nicht zulässig. Für den Nachweis energetischer Massnahmen (Energienachweis) über den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie ist EN-1 und für den winterlichen Wärmeschutz ist EN-2 zu verwenden.
  • Die Einführung der SIA 380/1 (Ausgabe 2016) erfolgt gekoppelt mit der Umsetzung der MuKEn 2014 mit der Weiterentwicklung der kantonalen Energievorschriften. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt auch die Umstellung auf die EN-Vollzugshilfen/Formulare mit dreistelliger Nummerierung (EN-101, EN-102, etc.).

Umsetzungsfahrplan SIA 380/1 und Minergie

Faktenblatt SIA 380-/1

Provisorisches Minergie-Zertifikat für Wärmeschutznachweis

Das provisorische Minergie-Zertifikat ersetzt bei reinen Wohnbauten den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, sofern das Zertifikat rechtzeitig vorliegt. Reine Wohnbauten sind in der Regel Ein- oder Mehrfamilienhäuser (Gebäudekategorien I und II nach SIA 380/1).



Ersetzt das Minergie-Zertifikat den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, ist der Gemeinde eine Kopie der Minergie-Gesuchsunterlagen zu senden. Wenn der Gemeinde spätestens bei der Schnurgerüstabnahme kein geprüfter Wärmeschutznachweis vorliegt (bzw. ein provisorisches Minergie-Zertifikat), kann die Gemeinde einen Baustopp veranlassen.

Fachinformation zur Minergie

Vollzugshilfen Kanton Luzern (Energieordner)

Der Vollzug des gesetzlichen Wärmeschutzes von Gebäuden ist Aufgabe der Gemeinden (gem. SRL 774, Abs. 1 lit. e). Ein wichtiges Hilfsmittel sind die Vollzugshilfen des Kantons Luzern, insbesondere bei kantonalen Vorgaben (z.B. zur Ausnützungsziffer):

 

Teil A: Grundlagen

Teil B: Allgemeines zum Nachweis

Teil C: Winterlicher Wärmeschutz

Teil D: Sommerlicher Wärmeschutz

Teil E: Höchstanteil nichterneuerbarer Energien

Teil F: Diverses Kanton Luzern

Teil G: Stichwortverzeichnis

 

Jede Gemeinde bestimmt einen Kontrollbeauftragten, dessen Aufgabe es ist, die Wärmeschutznachweise fachlich zu prüfen. Die jährliche Aus- und Weiterbildung der Kontrollbeauftragten erfolgt durch die Dienststelle Umwelt und Energie in Zusammenarbeit mit externen Ingenieurbüros.

 

Liste der Kontrollbeauftragten

Fernwärme ab KVA Renergia

9.12.2015: Ab 2016 wird die Fernwärme Luzern AG zahlreiche Gebäude im Raum Perlen, Buchrain, Dierikon, Root und Ebikon mit Abwärme aus der KVA Renergia versorgen. Die Dienststelle Umwelt und Energie empfiehlt den Gemeinden im Versorgungsgebiet der Fernwärme Luzern ab KVA Renergia, Abwärme und Fernwärme beim Vollzug der Energie- und Baugesetzgebung den erneuerbaren Wärmeenergien wie Biomasse und Solarenergie gleichzustellen.

 

Empfehlung der Dienststelle Umwelt und Energie

MuKEn - Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich

Die MuKEn bilden die Grundlage für die Harmonisierung der Energievorschriften der Kantone. Diese sind durch die Kantone gemeinsam erarbeitet worden und durch die Energiedirektorenkonferenz beschlossen worden.

 

Die Mustervorschriften der Kantone