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Vollzug Luzern

Die Energievorschriften des Kantons Luzern basieren auf der MuKEn 2008.  Abweichend zu der MuKEn 2008 ist für die Beheizung von Freiluftbädern der Einsatz von Wärmepumpen nicht zulässig

 

Nachweisformulare (MuKEn 2008)        

Planungshilfen

Am 1. Januar 2019 tritt das neue Energiegesetz des Kantons Luzern (KEnG) zusammen mit der zugehörigen Verordnung (KEnV) ohne Übergangsfrist in Kraft. Der Kanton Luzern bietet hierzu Informationshilfen und Beratung an. Für die Umsetzung ist ein spezieller Internetlink eingerichtet worden. Zudem wird empfohlen, das Angebot an Weiterbildungskursen zu den neuen energierechtlichen Vorgaben zu nutzen. 

 

www.energiegesetz.lu.ch

Anwendungshinweis zur Ermittlung des spezifischen Heizleistungsbedarf

Die Anforderung an die spezifische Heizleistung PH,li [W/m2] ergibt sich aus dem Anhang 1 zur Kantonalen Energieverordnung (KEnV) und der Vollzugshilfe EN-VH 102. Diese Anforderung gilt für die Gebäudekategorien I - IV. Im Gesetz sind dafür keine Ausnahmen vorgesehen, sodass der Grenzwert zwingend einzuhalten ist.

 

Erste Erfahrungen zeigen, dass insbesondere Gebäude mit einem hohen Glasanteil sowie Einfamilienhäuser teilweise Schwierigkeiten haben, den neuen Anforderungswert einzuhalten. Weil bei der Berechnung der spezifischen Heizleistung PH die sicheren Wärmeeinträge nicht berücksichtigt werden, besteht bei Gebäuden mit einem hohen Anteil Fensterfläche AW pro Energiebezugsfläche AE eine anspruchsvolle Ausgangslage um den Anforderungswert PH,li einzuhalten.

 

Massnahmen um den Grenzwert PH,li einzuhalten, müssen sich deshalb auf die Reduktion der Wärmeverluste konzentrieren. Dazu zählen insbesondere tiefere U-Werte, Reduktion der Wärmebrücken, kompakte Gebäudehülle, etc. Falls mit diesen Massnahmen der Grenzwert nicht eingehalten werden kann, muss eine Reduktion der Fensterflächen zusätzlich geprüft werden.

Provisorisches Minergie-Zertifikat für Wärmeschutznachweis

Das provisorische Minergie-Zertifikat ersetzt bei reinen Wohnbauten den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, sofern das Zertifikat rechtzeitig vorliegt. Reine Wohnbauten sind in der Regel Ein- oder Mehrfamilienhäuser (Gebäudekategorien I und II nach SIA 380/1).



Ersetzt das Minergie-Zertifikat den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, ist der Gemeinde eine Kopie der Minergie-Gesuchsunterlagen zu senden. Wenn der Gemeinde spätestens bei der Schnurgerüstabnahme kein geprüfter Wärmeschutznachweis vorliegt (bzw. ein provisorisches Minergie-Zertifikat), kann die Gemeinde einen Baustopp veranlassen.

Fachinformation zur Minergie

Vollzugshilfen Kanton Luzern (Energieordner)

Der Vollzug des gesetzlichen Wärmeschutzes von Gebäuden ist Aufgabe der Gemeinden (gem. SRL 774, Abs. 1 lit. e). Ein wichtiges Hilfsmittel sind die Vollzugshilfen, insbesondere bei kantonalen Vorgaben (z.B. zur Ausnützungsziffer). Untenstehend finden Sie die Vollzugshilfen des Kantons Luzern bezogen auf das alte Energiegesetz (Stand 1.1.2017). Eine aktualisierte Version wird in den kommenden Monaten publiziert.

 

Teil A: Grundlagen

Teil B: Allgemeines zum Nachweis

Teil C: Winterlicher Wärmeschutz

Teil D: Sommerlicher Wärmeschutz

Teil E: Höchstanteil nichterneuerbarer Energien

Teil F: Diverses Kanton Luzern

Teil G: Stichwortverzeichnis

 

Jede Gemeinde bestimmt einen Kontrollbeauftragten, dessen Aufgabe es ist, die Wärmeschutznachweise fachlich zu prüfen. Die jährliche Aus- und Weiterbildung der Kontrollbeauftragten erfolgt durch die Dienststelle Umwelt und Energie in Zusammenarbeit mit externen Ingenieurbüros.

 

Liste der Kontrollbeauftragten

MuKEn - Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich

Die MuKEn bilden die Grundlage für die Harmonisierung der Energievorschriften der Kantone. Diese sind durch die Kantone gemeinsam erarbeitet worden und durch die Energiedirektorenkonferenz beschlossen worden.

 

Die Mustervorschriften der Kantone