Förderprogramme in den Zentralschweizer Kantonen

Die aufgeführten Förderprogramme gelten für alle Zentralschweizer Kantone. Zusätzlich finden Sie kantonsspezifische Förderungen auf den jeweiligen Seiten.

Das Gebäudeprogramm

Das Gebäudeprogramm, finanziert aus der CO2-Abgabe des Bundes, wird über die Kantone abgewickelt. Förderberechtigt ist die Wärmedämmung von Fassade, Dach, Wand und Boden gegen Erdreich.

 

Förderbedingungen

  • Fördergesuche müssen vor Baubeginn eingereicht werden.
  • Der Minimalförderbeitrag beträgt 3'000.- Fr.
  • Förderberechtigt sind Gebäude mit Baubewilligungsjahr vor 2000.

 

In vier Schritten zum Fördergesuch

 

1. Informieren Sie sich über das genaue Vorgehen: 

Nutzen Sie die Informationen auf dieser Website oder kontaktieren Sie die Energieberatung Ihres Kantons (Kontakt siehe rechts).

2. Erstellen Sie einen «GEAK Plus»:

Ob bei Ihrem Gebäude eine energetische Sanierung ansteht und wie es optimal saniert werden kann, zeigt der Gebäude-Energieausweis mit Beratungsbericht «GEAK Plus». Dieser wird von den meisten Zentralschweizer Kantonen gefördert. Eine Liste der GEAK-Experten finden Sie auf www.geak.ch.

3. Planen Sie die Sanierung mit einer Fachperson:

Mit dem Sanierungsprojekt legen Sie fest, welche Teile der Gebäudehülle wie gedämmt werden und welche Kosten damit verbunden sind. Nutzen Sie für Ihr Sanierungsprojekt die Empfehlungen des «GEAK Plus». 

4. Reichen Sie Ihr Fördergesuch ein:

Die Eingabe des Gesuchs erfolgt elektronisch über das Gesuchsportal Ihres Kantons (siehe Links unten). Ab einem Förderbeitrag von 10’000 Franken ist der «GEAK Plus» zwingend.

Alle Details für die Eingabe finden Sie in folgendem Erklärvideo.

 

Nach Erhalt der Förderzusage haben Sie zwei Jahre Zeit, um die Sanierung durchzuführen und abzuschliessen. Die Auszahlung der Fördergelder erfolgt nach Abschluss der Sanie-rungsarbeiten.


Hinweis  für komplexe Gebäude und Gebäude mit Mischnutzung
Der GEAK Plus kann nur für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie einfache Verwaltungs- und Schulgebäude erstellt werden. Andere Gebäude benötigen für Förderbeiträge über 10'000 Fr. eine individuelle Gebäudeanalyse mit Vorgehensempfehlung.

 

Pflichtenheft Gebäudeanalyse mit Vorgehensempfehlung

 

 

Fördermittel Erneuerbare Elektrizität

In der Volksabstimmung vom 21. Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, und damit das Energiegesetz (EnG) vom 30. September 2016 angenommen. Das neue Energiegesetz ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Dieses schreibt vor, dass bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, ausgenommen aus Wasserkraft, ein Ausbau anzustreben ist, der im Jahr 2020 bei mindestens 4.4 TWh und im Jahr 2035 bei mindestens 11.4 TWh liegt.

Um diese Ziele zu erreichen, sieht das Gesetz verschiedene Förderprogramme vor:

Einmalvergütung (KLEIV und GREIV)

Mit einer Einmalvergütung erhalten Anlagenbetreiber von Photovoltaikanlagen einen einmaligen Investitionsbeitrag. Einmalvergütungen für Photovoltaikanlagen werden in zwei unterschiedlichen Programmen gewährt:

 

  • Einmalvergütungen für kleine Photovoltaikanlagen (KLEIV):
    Für Anlagen mit einer Leistung von weniger als 100 kWp, welche bereits in Betrieb sind.

  • Einmalvergütungen für grosse Photovoltaikanlagen (GREIV):
    Für Anlagen mit einer Leistung ab 100 kWp.

Alles zum Thema Einmalvergütung (KLEIV und GREIV)

 

Einspeisevergütungssystem (EVS)
Die Einspeisevergütung gilt für folgende Technologien: Wasserkraft (von 1 MW bis 10 MW), Photovoltaik (ab 100 kWp), Windenergie, Biomasse, Geothermie

Es gibt für jede dieser Technologien eigene Vergütungstarife, die anhand von Referenzanlagen pro Leistungsklasse festgelegt sind. Die Dauer der Vergütung beträgt 15 Jahre (Ausnahme Biomasse 20 Jahre).

 

Alles zum Thema Einspeisevergütungssystem (EVS)

 

Mehrkostenfinanzierung (MKF)
Die Mehrkostenfinanzierung (MKF) ist eines der Vorreiterprogramme zur Förderung von Erneuerbaren Energien in der Schweiz. Das Programm wird nur noch mit den bestehenden MKF-Anlagen fortgeführt. Es können keine Anlagen neu in die MKF aufgenommen werden.

 

Alles zum Thema Mehrkostenfinanzierung (MKF)

Kontigente 2018 - Einspeisevergütung (KEV - EIV)

ProKilowatt – Beiträge an die Stromeffizienz

Als Instrument des Bundesamtes für Energie zur Förderung der Stromeffizienz in den Unternehmen, bei der öffentlichen Hand und bei Privaten, gewährt ProKilowatt finanzielle Unterstützung für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbereiche sowie für Haushalte.

 

Eine ausführliche Liste mit den Fördergegenständen finden Sie auf den kantonsspezifischen Seiten.

 

Auch ohne kantonale Förderprogramme (die von ProKilowatt mitfinanziert werden), besteht die Möglichkeit, "Projekte" direkt bei ProKilowatt einzureichen.

 

Projekt- oder Programmantrag stellen

Wettbewerbliche Ausschreibungen – ProKilowatt